Der Lautsprecher berichtet - Folge 4:

 
Der Lautsprecher ist mit seinem vierten Teil seiner Kolumne wie angekündigt Ende November zurück auf der Bildfläche und wird seinen ganz eigenen Eindruck zum Besten geben.
 

„Liebe Fußballfreunde, was haben wir uns zu Beginn der Saison für Sorgen gemacht? Reicht die Qualität im Kader aus um in der Landesliga bestehen zu können? Ein anderes Ziel als Nichtabstieg kann es nicht geben, oder? Warum wurde die Mannschaft nur auf wenigen Positionen verstärkt? Viele Spieler sind im ersten Landesligajahr – schaffen sie den Sprung? Warum hat man für die Hammonia anstatt für die Hansa Staffel gemeldet? Viele Fragen standen im Raum und zum jetzigen Zeitpunkt kann man sie fast alle beantworten.

 

Die Qualität im Kader hat zwangsweise und sehr schnell gezeigt, dass man genügend Qualität besitzt das Thema ‚Nichtabstieg‘ abzuhaken. Nicht nur das. Der Kader hat zweifelsohne deutlich sichtbar gemacht sich höhere Ziele stecken zu können. Für viele kam dieser Erfolg überraschend, da außer den Spielern Braun und Hadan kein Neuzugang den Weg in die Startelf schaffte und die Aufstiegsmannschaft nahezu unverändert blieb. Man setzte von Wochenende zu Wochenende ein Ausrufezeichen nach dem anderen in der Liga. Zwischendurch kam eine Serie von sage und schreibe acht  Siegen hintereinander zustande. Zu diesem Zeitpunkt konnte man vom SCP in fast jeder Tageszeitung der Stadt einen Artikel entdecken. Ein mehr als positives Zeichen nicht nur für unsere Mannschaft, sondern auch für den gesamten Verein. Man hat aber auch deutlich gesehen, dass es der Ligamannschaft noch an sehr viel fehlt um sich „Spitzenmannschaft“ zu nennen. Zu deutlich und klar waren die Niederlagen gegen die direkten Konkurrenten von Blau-Weiß, Elmshorn und Lurup. Viele verletzungsbedingten Ausfälle von Leistungsträgern konnten in diesem Zeitraum nicht kompensiert werden. Von daher wird das Trainergespann Wachsmann / Sorgenfrey mit Sicherheit ihre Mannen auf den Boden der Realität halten und Maßnahmen aufsetzten, dass weiterhin keiner der Spieler abhebt.

 

‚Die Tabelle lügt nicht‘ heißt es in einer Fußballerweisheit. Dem ist nichts hinzuzufügen. Unsere Mannschaft ist nach 18 Spielen Dritter der Tabelle. Der Abstand auf den vierten Platz beträgt acht Punkte. Das Trainergespann hat immer betont erst die ausgegeben Ziele (Nichtabstieg) zu erreichen bis man sich neuen Aufgaben widmet. Und von daher ist die Aussage von Trainer Thomas ‚Wachsi‘ Wachsmann absolut legitim, nachdem man das Saisonziel schon binnen der Hinrunde erreichte, sich in den verbleibenden 11 Saisonspielen voll und ganz auf das Verteidigen des Dritten Tabellenplatzes zu konzentrieren. Die Voraussetzungen dafür sind mehr als gegeben. Und warum sollte man am Ende der Saison nicht auf dem dritten Tabellenplatz stehen? Man hat die direkten Konkurrenten (Blau-Weiß, SCALA und Uetersen) um diesen Platz allesamt noch auf der heimischen Bültenkoppel zu Gast. Ein weiterer Grund warum man optimistisch ins neue Jahr sehen sollte.

Ein weiterer Grund warum unsere Mannschaft aktuell mit der Bronzemedaille der Landesliga Hammonia ausgezeichnet werden würde, ist die mannschaftliche Geschlossenheit. Auch wenn sich, wie schon erwähnt, nur zwei ‚Neulinge‘ als Stammspieler etabliert haben, ist der Zusammenhalt und der daraus resultierende Automatismus im Spiel vielleicht das wesentliche Erfolgsgeheimnis. Man muss jedoch immer berücksichtigen, dass absolute Führungsspieler und Leistungsträger wie Kapitän Björn Hartmann oder Maik Fischer in der Aufstiegssaison fast gar nicht oder nur teilweise anwesend waren. Dieses ist in der aktuellen Spielzeit anders. Beide waren von Beginn an dabei, haben die Saisonvorbereitung hervorragend durchgezogen und konnten daher ihr gesamtes Potenzial ausschöpfen.

 

Viele Spieler wie Czorniej, Rauchhaupt, Bleek, Kuisys, Trinh, Stolina oder Bünger um nur einige Beispiele zu nennen, absolvieren ihr erstes Jahr in einer Landesliga. Umso beachtlicher stellte man fest, dass durch die Bank weg keiner wesentliche Probleme mit der neuen, höheren Spielklasse hat. Ein weiterer Erfolgsfaktor. Hinzu kommen absolute Spitzenspieler wie Hartmann und Fischer sowie einem Thomas Braun, der nach zehn Jahren Ober- bzw. Verbandsliga bei BU, an die Bültenkoppel wechselte und zur Stabilität und Gefährlichkeit in der Poppenbütteler Offensive beitrug. Außerdem haben wir mit Hannes Steckel den wohl spektakulärsten Spieler in der Landesliga in den eigenen Reihen. Seine phänomenale Quote von 19 Toren und 9 Vorlagen in 15 Spielen verteilt auf nur 1270 Spielminuten sprechen für sich. Das sind 28 direkte Torbeteiligungen von insgesamt 47 geschossenen Poppenbütteler Toren. Ein Wahnsinnswert, der aktuell von niemandem in der Liga übertroffen wird.

 

Ob die Hansa-Staffel nun besser ist als die Hammonia mag dahin gestellt sein. Für unsere Mannschaft war es im Nachhinein betrachtet der richtige Schritt für die Hammonia zu melden. Es ist jedoch Fakt, dass die Hansa-Staffel in der Breite besser besetzt ist als unsere Staffel. Allerdings denke ich, dass die ‚Übermannschaft der Landesliga-Hammonia‘, der FC Elmshorn, ebenso viele Punkte auf dem Konto hätte, wenn sie gegen die Mannschaften aus der Hansa-Staffel gespielt hätten. Von daher ist es mühsam darüber zu diskutieren welche Staffel nun die bessere ist bzw. ob es besser gewesen wäre für die Hansa zu melden. Damit will ich mich zu dieser ‚Never-Ending-Story‘ nicht mehr äußern und das Thema hiermit zu den Akten legen.

 

FAZIT: So wie ein Messer durch die Butter gleitet, ist der SCP in den ersten 11 Spielen der Saison durch die Landesliga-Hammonia gerauscht. Für so viel Furore hat selten ein Aufsteiger sorgen können. Die Spieler haben schnell gemerkt, wenn man nur 10% weniger Einsatz und Leistung bringt, die falsche Einstellung zu bestimmten Zeitpunkten an den Tag legt oder denkt es geht alles von selbst, wird man ultraschnell auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Unsere Ligamannschaft kann in dieser Saison etwas Großes schaffen. Platz drei zu erreichen, wäre die Krönung für eine traumhafte Spielzeit. Nur wenn alle im Spieler im Kader gemeinsam an einem Strang ziehen und die Vorbereitung, die elementar wichtig für den Ausgang der Spielrunde ist, mit dauerhafter Anwesenheit und dem richtigen Engagement angehen, kann man aus einer bisher sehr guten eine wahrhaftig grandiose Saison machen. Das sollte für jeden genügend Motivation sein. In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern dieser Kolumne entspannte Festtage und einen feuchtfröhlichen Rutsch ins EM-Jahr 2012.“

 

HOCHACHTUNGSVOLL

- EUER LAUTSPRECHER -

Der Lautsprecher berichtet - Folge 3:

 

Liebe Fussball-Freunde,

 

der Lautsprecher hat sich bewusst mit seiner Kolumne in den letzten Wochen zurück gehalten. Nach knapp einem Drittel dieser Spielzeit ist es jetzt allerdings an der Zeit mal wieder etwas zum Besten zu geben und mit Floskeln um sich zu werfen. Fangen wir an:

 

1) Die aktuelle Lage in der Landesliga Hammonia:

Es ist schon verwunderlich was für Ergebnisse in dieser Staffel Wochenende für Wochenende bekannt gegeben werden. 11:0, 7:3, 8:0, 6:2, 8:3, 7:0 etc. sind nur einige Beispiele der Endspielstände die nach nur neun Spieltagen entstanden sind. Teilweise kommt man sich vor wie in der Deutschen Eishockey Liga. Die Kluft zwischen den richtig guten Mannschaften und den schlechten Mannschaften konnte man schnell erkennen. Die richtig guten Mannschaften wie der FC Elmshorn und der SV Lurup werden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Meisterschaft unter sich ausmachen. Damit ist die Frage wer in dieser Saison den direkten Sprung ins Hamburger Oberhaus schaffen wird schnell geklärt. Bei der Frage wer den Gang in das Haifischbecken Bezirksliga antreten wird, muss man etwas genauer hinsehen. Zweifelsohne werden es Mannschaft wie Cordi II, ETV und Lieth bis zum Schluss schwer haben. Das kann man nach den bisherigen Erkenntnissen deutlich sagen. Nachdem der türkische Club Camlica Genclik bereits bei den letzten beiden Partien in Wedel und zu Hause gegen SCALA nicht angetreten ist, wird dies der erste Absteiger der noch jungen Saison sein. Aus meiner Sicht ist dies nicht landesligawürdig. Erinnern wir uns. Ende Mai, Anfang Juni diesen Jahres haben vier Bezirksliga-Vizemeister wie besessen in der Relegationsrunde darum gekämpft in die Landesliga aufzusteigen. Drei von vier Mannschaften haben den Sprung geschafft, die vierte musste ins Leere gucken. Und jetzt zieht eine Mannschaft zurück bzw. tritt drei Mal hintereinander nicht an und wird daher erster Regelabsteiger. Ohne sich zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen, kann man zu 100% behaupten, dass dies keine der vier in der Relegationsrunde teilgenommene Mannschaft gemacht hätte. Das wirft ein absolut schlechtes Bild auf den Verein und besonders auf die Landesliga Hammonia!

 

2) Der SCP bleibt das Überraschungsteam der Liga:

Mit 24 Punkten aus neun Spielen hat der SCP bisher jedem Team seine Grenzen aufgezeigt. Für viele ist diese Punkteausbeute eine Überraschung - für mich allerdings nicht! Es ist den Verantwortlichen der Ligamannschaft gelungen eine homogene Mannschaft zu einer echten Einheit zu formen. Jeder Spieler geht mit der jetzigen Situation professionel um. D.h. keiner hebt ab, labert von direkten Aufstiegen oder fängt an von Gegnern wie Vicky oder Bergedorf 85 in der kommenden Saison zu träumen. Es ist bemerkenswert, dass dieser Kader so schnell zusammen gewachsen ist. Mit Erfolg ist dies immer einfacher, doch ich bin mir absolut sicher, dass dies auch ohne derartig viele Siege gelungen wäre. Es macht viel Freude die Mannschaft auf dem Platz zu erleben. Positiv empfinde ich es auch, dass der Trainer auch nach klaren Siegen immer wieder Verbesserungsbedarf sieht und dies klar und deutlich anspricht. Daraus entsteht ein Prozess, der dazu führt sich stetig weiter zu entwickeln und nie mit sich zufrieden zu sein. Und ja, es gibt wirklich noch die ein oder andere Baustelle in der Mannschaft. Das sollte jedem bewusst sein. Die letzten sechs Erfolge in Serie sind ein Zeichen dafür, dass wirklich alle im Kader an einem Strang ziehen. Die Trainingsbeteiligung ist immens hoch, im Training gibt man immer Gas und man ist körperlich auf einem ganz hohen Level angesiedelt. Zu viel Lob, tut keiner Mannschaft gut. Und an dieser Stelle höre ich auch auf damit. Viele haben es prophezeit, dass der SCP irgendwann einknicken wird. Die Gefahr besteht auch weiterhin. Wenn wir uns die nächsten schwierigen Aufgaben im Monat Oktober ansehen, wird es ein harter Endspurt in der Hinrunde. Mit den super schweren Auswärtsspielen beim SC Sperber und Blau-Weiß 96 gepaart mit den Heimspielen gegen HSV III und FC Elmshorn hat es dieser Monat in sich. Doch bei aller Vorfreude, der SCP wird sich die Außenseiter-Rolle nicht wegnehmen lassen. Man kann in jedes Spiel locker hinein gehen ohne Druck zu haben. Den haben andere Mannschaften viel mehr. Von daher können wir uns auf tolle Spiele freuen, in der Hoffnung noch die ein oder andere Überraschung zu erleben.

 

3) An die Kritiker:

Was hat man nicht alles im Umfeld über unsere Ligamannschaft hören müssen. In der letzten Saison hieß es, dass man in der schwächsten Bezirksliga Nord aller Zeiten ohne wenn und aber aufsteigen muss. Dies hat man schaffen können. Nun heißt es wieder, dass man in der schwächsten Landesliga aller Zeiten seine Punkte holt. Manchmal hat man das Gefühl, dass diese "Kritiker" kaum etwas vom Fussball verstehen oder einfach nur neidisch sind, dass sich in Poppenbüttel vieles in die richtigen Richtung bewegt. Es wird der Mannschaft egal sein, was der ein oder andere gesagt hat oder sagen wird. Die Liga wird ihren Weg gehen ohne nach links oder rechts abzuweichen. Und wenn man in der "schwächsten Landesliga Hammonia aller Zeiten" eine tolle Saison spielt, ist es auch recht. Auch wird aufgrund der jüngsten Erfolge kein Saisonziel korrigiert. Wie so häufig gefordert nun von Aufstieg in die Oberliga zu sprechen, wäre ein fataler Fehler den die Verantwortlichen bereits deutlich eine Absage erteilt haben. Nach nur neun Spielen sein Saisonziel nach oben hin zu verändern und dann den gestiegen Ansprüchen nicht gerecht werden zu können, wäre ein großer Fehler der nur Unruhe bringt. Die Mannschaft wird weiter von Spiel zu Spiel denken und sich immer nur auf das nächste Spiel konzentrieren und vorbereiten. So wie es ein Aufsteiger auch tun muss!

 

4) Rubrik - Bemerkenswertes:

Es ist beachtlich wie der Verein hinter der Ligamannschaft steht und alles dafür tut, dass man perfekte Bedingungen vorfindet. Mit dem Ausbau des Kabinentraktes wird unsere Mannschaft ab dem kommenden Jahr eigene Räume bekommen, in denen Trikots, Trainingsutensilien, Bälle, etc. aufbewahrt werden können. Das ist ein weiterer Schritt in eine positive Zukunft.

Fussball ist ein Mannschaftssport, doch ohne die tollen einzelnen Charaktäre wäre er langweilig. So ist es auch in unsere Mannschaft. Einige Beispiele sollen das zeigen: Fangen wir an mit dem Phantom Hannes Steckel. In nur sieben Spielen konnte er 10 Tore erzielen und sieben direkt vorbereiten. Ein Wahnsinnswert, der in der Hammonia-Staffel von keinem anderen Spieler übertroffen wird. Nicht umsonst führt er die Torjägerliste und Scorertabelle an. Kapitän Björn Hartmann zeigt Woche für Woche, dass er der Kopf unserer Mannschaft ist. In dieser Form haben wir ihn lange nicht mehr gesehen. Ausdruck bzw. Beleg dafür sind sechs Tore und sieben Vorlagen. Überragend! Es gibt aber auch andere nicht ganz so auffällige Spieler. Nehmen wir Philipp Trinh. Auf zentraler Position vor der Abwehr räumt er Spiel für Spiel ab. Er wirkt geschmeidig in den Zweikämpfen, hat ein sicheres Passspiel und ist selber vor dem Tor ungeheuer kaltschnäuzig. Dieser junge Mann nimmt eine richtig gute Entwicklung. Auch unser rechter Außenverteidiger Fabian Bleek ist nicht aus der Mannschaft wegzudenken. War er in den ersten beiden Spielen aufgrund eines Urlaubes in der Vorbereitung vom Trainerteam noch nicht berücksichtigt worden, zeigt er Woche für Woche eine großartige Einstellung. Er ist in jeder Spielsituation voll bei der Sache, wirkt hoch konzentriert und verhält sich taktisch sehr gut. Zu guter Letzt muss man auch unseren Torhüter Christoph "Ronni" Rauchhaupt hervor heben. Mit nur acht Gegentoren gehört die Defensive des SCP zum Besten in der Liga. Er hat einen sehr großen Anteil daran. Es ist beachtlich wie er in jeder Trainingseinheit Vollgas gibt und stetig sein Spiel verbessern will. Das macht ihn sehr sympathisch und zu einem tollen Torhüter.

 

Nun sollte alles geschrieben worden sein, was mir die letzten Wochen aufgefallen ist und auf dem Herzen lag.

 

Ich melde mich Ende November wieder!

 

Hochachtungsvoll

- Euer Lautsprecher -

Der Lautsprecher berichtet - Folge 2:

 

Mahlzeit Freunde des runden Leders! Nun ist es vollbracht. Der schlimmste Zeitraum eines Fussballers, die Vorbereitung auf die Saison, wurde zu Ende gebracht. Was kann man abschließend berichten? Die Truppe macht augenscheinlich einen fitten Eindruck. Das Trainerteam scheint das umgesetzt zu haben, worauf ich bereits im ersten Teil meiner Kolumne eingegangen bin. Die Trainingsbeteiligung während der teils sehr intensiven und schweißtreibenden Einheiten lag bei sagenhaften 82%. Das bedeutet, dass im Durchschnitt 18 von 22 Spieler pro Training anwesend waren. Ohne zu laut auf die Trommel zu schlagen, kann man von dieser Quote im gesamten Hamburger Amateurfussball nur träumen. Es ist schon verrückt wie manch einer die quälenden 1000 Meter Tempoläufe um den Rasenplatz der Bültenkoppel wegsteckte. Youngster Bill Hittig, der zur absolut positiven Überraschung in der Vorbereitung mutierte, lief dem gesamten Volk voraus, wurde aber am Ende der insgesamt fünf Läufen vom gerade aus dem fernen Toronto/Kanada zurück gekehrten Björn Hartmann eingeholt. Schon verwunderlich, dass der neue Kapitän der Ligamannschaft nach drei Monaten ohne Fussball in der Lage war die letzten 1000 Meter in einer absoluten Fabelzeit zu absolvieren. Ein Hauch von Olympia wehte über die alt ehrwürdige Bültenkoppel-Kampfbahn. Schön war es anscheinend auch, dass so manch einer aus dem Kader die "Müllberge" in Poppenbüttel noch nicht kannte. Dies änderte sich schlagartig als man am "Hang" die Schnelligkeit 20 Mal in Serie trainierte. Dass Spieler wie der Fernost-Deutsche Phillip Trinh, bei seinen Mitspielern nur als "Takahara" bekannt, nach dem letzten Sprint immer noch lächeln konnte, liegt vielleicht ein wenig im Naturell des jungen Mannes. Wenn aber auch ein Maik Fischer mit seinem Mundwerk einfach nicht zur Ruhe kommen wollte, zeigt dies deutlich auf dass der Spaß an diesen "etwas anderen" Einheiten nicht zu kurz gekommen ist.

 

Alle Neuzugägne haben ihren Platz in der Mannschaft gefunden. Der stellv. Kapitän Christian Hadan zeigte nicht nur im Training sondern in allen bisherigen Spielen, dass er eine absolute Verstärkung für die Hintermannschaft ist. Es folgt Thomas Braun, der nach einer schweren Verletzung im letzten Oberliga-Jahr bei BU, zu Beginn der Vorbereitung etwas kürzer treten musste. "Brauni", der ein sehr angenehm stiller Verteter ist, war sofort in der Truppe akzeptiert und hat als ältester Neuzugang die ehrenvolle Aufgabe erhalten den Einstandsabend der Neuen zu organisieren. Auf die Ausführung sind sicher alle gespannt. Zwei absolute Youngsters mit Bill Hittig (Baujahr 93) aus der eigenen Zweiten und Milad Ahadi aus der A-Jugend des Niendorfer TSV (Baujahr 92) sorgen für viel frischen Wind aber auch dafür, dass stets die Bälle aufgepumpt zum Trainingsbeginn auf dem Platz liegen, genügend Getränke bei den Spielen auf der Auswechselbank sind und dass selbstverständlich alle Wünsche der älteren Spieler sofort und unverzüglich umgesetzt werden. Weiter geht es mit Kevin Keil. Ein Typ, der menschlich hervorragend zum SCP passt. Immer einen Spruch auf den Lippen und stets gut gelaunt, so ist man es von "Keili" gewohnt. Dass er fussballerisch auf höchsten Niveau spielen kann, wird jeder der ihn sieht sofort bestätigen. Für Timo Thomsen, der von Mitaufsteiger TuS Aumühle zum SCP kam, war der Start in die Saison besonders bitter. Gleich im aller ersten Training zog er sich eine Verletzung an der Achillessehne zu, sodass er bis heute keine Trainingseinheit mitmachen konnte. Timo ist dennoch eine absolute Bereicherung für die Mannschaft, da er bereits am Kickertisch im Vereinsheim gezeigt hat, dass er mit der Pille umgehen kann. Nicht vergessen wollen wir "Porky". Diesen Spitznamen hat sich die Mannschaft nicht selber ausgedacht, er wollte unbedingt so genannt werden. Hinter diesem Pseudonym steckt Torhüter Chris Kosciankowski. Das "Porky" nicht nur vernünftig den Ball halten kann, sondern über ganz andere Qualiäten verfügt, wurde schnell klar. Seine tänzerischen Einlagen bei abendlichen Veranstaltungen sind mittlerweile legendär; so viel Energie und tänzerisches Können hat man selten auf einer Tanzfläche in Hamburger Discotheken sehen können.

 

Kommen wir zum Wesentlichen - dem Fussball! Genug um den heißen Brei herum geredet. Man kann von der tollen Trainingsbeteiligung schwärmen, von den neuen Spielern und, und, und. Doch die Wahrheit liegt auf dem Platz. Und darauf soll sich der von vielen zu Saisonbeginn als wahrscheinlicher Absteiger betitelte SC Poppenbüttel konzentrieren. Der Saisonstart mit dem 3:0-Sieg gegen besonders in der Offensive schwachen Teutonen ist gelungen. Die Leistung im Pokal gegen einen Bezirksligisten mit Kreisliganiveau besonders in Durchgang eins war nicht gut. Dass man dieses Spiel aufgrund einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit und konsequenterer Chancenauswertung dennoch mit 6:0 für sich entschied, spricht für die Qualität des Kaders. Jetzt kommt es darauf an! Man sollte von Spiel zu Spiel denken. Mit einem Sieg bei der Zweitvertretung vom SC Concordia wäre der Saisonstart geglückt. Anschließend kann man im Pokalspiel unter der Woche gegen Weiß-Blau 63 aus der Kreisliga 5 gleich zwei Runden weiterkommen. Ein Sieg dort hätte gleichzeitig ein zugelostes Freilos in Runde drei mit sich. Das allein sollte Ansporn genug sein, um beide Aufgaben hochkonzentriert anzugehen.

 

Hochachtungsvoll 
- Euer Lautsprecher -

 

P.s. Der Lautsprecher bedankt sich, dass ihr in seiner Kolumne vorbei geschaut habt und kündigt für den dritten Teil neue Infos aus der Mannschaft an, einen Erlebnisbericht vom Einstandsabend sowie die Zusammenfassung der weiteren Pflichtspiele.

Der Lautsprecher berichtet - Folge 1:

Unsere ersten Herren sind nach 2002 wieder dort, wo man sie schon seit längerem sehen wollte - in der Landesliga. Viele im Umfeld des Sportclubs haben sich verwundert die Augen gerieben, als der Hamburger Fussball Verband die Staffeleinteilung veröffentlichte und die SCP-Ligamannschaft nicht wie in den guten, alten Jahren vorher in die Hansa-Staffel eingeteilt worden ist. Über die Einteilung kann man streiten. Die sogenannten Derby's gibt es nicht mehr. Nicht in der Hansa und auch nicht in der Hammonia-Staffel. Es ist auch egal ob man nach Aumühle, Bergedorf oder Börnsen in der Hansa oder nach Wedel, Uetersen oder Elmshorn in der Hammonia-Staffel reist. Die Fahrten werden in der zweithöchsten Spielklasse Hamburgs länger werden. Und einen richtigen Nachbarn wie z. Bsp. den TSV Sasel der in die Oberliga aufgestiegen ist, gibt es in der Landesliga leider nicht mehr. Aus diesem Grund kann man sich die Diskussionen über die Staffeleinteilung gepflegt schenken und frohen Mutes auf die neue Saison gucken.

Ein kurzer Rückblick sei erlaubt: Eine lange (!) Bezirksligaspielzeit ist im Juni zu Ende gegangen. Der Aufstieg durch die Relegationsrunde war ein hartes Stück Arbeit. Die Mannen von Thomas Wachsmann hatten wie in den Spielen der abgelaufenen Saison immer wieder Hoch und Tiefs in diesen drei Quali-Spielen zu verzeichnen. So waren die Hoffnung auf den Aufstieg nach der Auftaktniederlage bei Este 06/70 sehr gering. Zwei Tage später schaffte man mit dem Sieg auf neutralem Platz gegen TuS Osdorf die Wende und am Ende konnte man durch den Erfolg gegen TuS Aumühle sogar Tabellenplatz eins in der Quali einnehmen. Was für ein Erfolg! Endlich hatte unser Verein etwas zu feiern, viele Menschen lagen sich in den Armen und das Bier wurde freudig literweise über die Köpfe fremder Menschen gegossen. Das ist Fussball und so macht er außerordentlich viel Spaß!
Der Erfolg hat einen Namen: Trainer Thomas Wachsmann schaffte es in seinem ersten SCP-Jahr die Mannschaft zu einer Einheit zu formen. Der Coach, der von Beginn an die Wichtigkeit auf Trainingsbeteiligung, Fitness und Konkurrenzkampf unter seinen Spielern legte, zog eine knallharte Linie durch ohne davon nur ein bisschen nach links oder rechts abzuweichen. Wer nicht zum Training kommt oder nicht fit ist, spielt nicht. Punkt! Dieses war der Grundstein für den Erfolg. Es gab eine Trainingsbeteiligung, die die Ligamannschaft in den Jahren zuvor noch nie gesehen hat. Die eine Platzhälfte, die zum Training zur Verfügung stand, platzte teilweise aus allen Nähten. Daraufhin zogen alle Spieler an einem Strang und hielten sich an die aufgestellten Regeln. Ein weiterer Grund warum man am Ende nicht mit leeren Händen da stand und nun eine Liga höher in der Landesliga gegen die Kugel treten darf.

Als Aufsteiger geht man in die neue Saison. Und glasklar ist, dass man als Aufsteiger nur ein Saisonziel haben kann => den Nichtabstieg! Alle, die etwas anderes behaupten, sei der Mund verboten. Es wird schwer, sogar sehr schwer die Klasse zu halten. Doch darauf hat sich die Mannschaft um Trainer Thomas Wachsmann und seinem neuen Co-Trainer Nico Sorgenfrey eingestellt. Personell wurde aufgerüstet. Die Breite und die Qualität des Kaders hat absolutes Landesliga-Niveau. Man musste sich schweren Herzens von einigen Spielern, die jahrelang ihre Knochen für den SCP hingehalten haben, trennen (wofür es gute Gründe gab) und konnte im Zuge dessen sehr gute neue Leute für die Mannschaft gewinnen. Die ersten Trainingseinheiten und Testspiele sind noch nicht aussagekräftig genug um sich aus dem Fenster zu lehnen und wage Prognosen zum Saisonverlauf in die Weltgeschichte zu posaunen. Dafür ist es zu früh. Die bisherige Vorbereitung läuft optimal und wir wünschen uns das es in dieser Form weitergeht.

In der nächsten Folge erzähle ich Euch Näheres über die Neuzugänge, von den weiteren Eindrücken der Vorbereitung sowie den Geschehnissen rund um den Pflichtspielauftakt in der ersten Runde des Oddset-Pokals bei Post SV!


Hochachtungsvoll 
- Euer Lautsprecher -